Hallo, ich bin Anke Reick!
Als gelernte Altenpflegerin (Pflegefachkraft) habe ich in meinen Berufsjahren zahlreiche Menschen in ihren individuellen Prozessen begleitet. Als ehrenamtliche Hospizbegleiterin in einem Altenheim in Ennepetal unterstütze ich Sterbende auf ihrem letzten Weg. Durch einen tief gehenden, eigenen Heilungsprozess entfaltet sich nun mein sich zyklisch erweiterter Weg, Menschen in Lebensübergängen zu begleiten. Immer weiter zieht mein freudvolles Wirken an den Schwellen des Lebens Kreise, wandelt sich hin zu völlig neuen Ausdrucksformen, die mich oft selbst überraschen. Doch lies selbst!
Ein schwieriger Beginn
Als Kind, bis zum Alter von 8 Jahren, in einer s.g. toxischen Familie aufzuwachsen ist alles andere als einfach. In diesen Jahren ging es in meinem Leben ausschließlich ums Überleben. Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit oder Scham waren die Hauptgefühle eines jeden Tages. Nach zwei Jahren im Kinderheim, begann meine Zeit in einer Pflegefamilie. Urplötzlich war alles neu. Ich gehörte dazu und dennoch, meine Themen und Verletzungen waren nicht plötzlich weg, nur weil ich jetzt in einem anderen Umfeld lebte.
Misstrauen, Eifersucht und Grenzen testen waren in mir an der Tagesordnung. Ich befand mich sozusagen ständig in einem Überlebensmodus – von Entspannung keine Spur. Viel zu groß und im Unterbewusstsein abgespeichert war meine Angst, abgelehnt und (wieder) verlassen zu werden. Meine Antennen waren ständig im Außen, um jedwede Veränderung, die eine Gefahr für mich als Kind bedeutet hätte, zu bemerken und darauf unter anderem mit einer übermäßigen Anpassung reagieren zu können. Erst jetzt, wo ich Mitte 50 bin, habe ich das Gefühl, Eltern zu haben, die bleiben.
Mutter werden
Als ich mit Anfang 20 selbst Mutter wurde, wollte ich natürlich alles „anders“ machen, als ich es selbst erlebt hatte. Meine Tochter sollte sich von Anfang an geliebt und willkommen fühlen. Niemals sollte sie die Dinge erleben, die ich erlebt hatte. Dafür habe ich alles gegeben, zu viel gegeben. Das bemerkte ich leider erst, als ich ihr bereits unbewusst ein großes Stück meiner ungelösten Themen aufgebürdet hatte. Sie war zum alleinigen Zentrum meiner Aufmerksamkeit geworden und ich hatte mich selbst dabei völlig aus dem Blick verloren. Dabei hätte ich ihr genau an dieser Stelle doch Verbindung vorleben „müssen“: mit mir selbst! Das war mir aber einfach noch nicht klar. Das Gefühl, meiner Tochter nicht das gegeben zu haben, was sie eigentlich gebraucht hätte, hat mich jahrelang umso mehr zerrissen.
Ruhe kam erst in mein Leben, als ich erkennen durfte, dass die Themen und Verletzungen der Vergangenheit zu meinem Leben gehören und ich mir vergeben darf, nicht die perfekte Mutter gewesen zu sein. Es war mir zu diesem Zeitpunkt nicht besser möglich. Mit zunehmendem Verständnis und Mitgefühl – auch für mich selbst – gelang es, die Abhängigkeiten weitestgehend zu lösen. Das war nicht in einem einfachen „Klärungsgespräch“ möglich und auch nicht mit einer „Entschuldigung“ getan, sondern es brauchte viele tiefgehende, innere Prozesse, um echte Versöhnung zu schaffen und meine Tochter freizulassen, unserer Verbindung zu vertrauen, indem ich den Kontakt zu mir selbst vertiefte und mich mir und meinen mit der Situation verbundenen Gefühlen öffnete.
Genauer hinschauen
Bei mir zeigten sich all die unbearbeiteten Themen und Verletzungen aus meiner Kindheit irgendwann in Form einer chronischen Darmerkrankung körperlich. Dieser Prozess nahm im Jahr 2013, 6 Jahre nach der Diagnose, seinen Höhepunkt ein und ich bekam einen künstlichen Darmausgang, mit vielen Komplikationen behaftet. Im Nachhinein betrachtet war das nicht verwunderlich. In unserer heutigen Zeit sehen wir oft nur die Diagnose, nicht aber die Botschaft, die uns dazu einlädt, tiefer mit uns selbst in die Kommunikation zu kommen, zu hören, was unsere Seele uns sagen will.
Mein Darm wurde zum Spiegelbild der inneren Trennung von mir selbst (und von meiner Seele, die mir damit den Heilungsweg aufzeigte). Ich wurde aufgefordert, hinzusehen, hinzufühlen, was mir eigentlich „fehlte“: Verbunden Sein! Mit der Diagnose wurde mir schlagartig bewusst, dass ich mir, egal wie schmerzhaft und tief die Verletzungen waren, ich sie mir anschauen musste, wenn ich wieder heilen, wieder „ganz“ werden wollte. So „kämpfte“ ich mich weniger ins Leben zurück als dass ich begann, zu spüren, was meine Seele mir durch die Erkrankung sagen wollte, während ich gleichzeitig auch die schulmedizinische Herangehensweise annehmen und für mich auf körperlicher Ebene nutzen konnte. Für die Mediziner war es ein „Wunder“, dass ich wieder genesen bin, und das war es auch. Doch für mich war es vor allem mein unsichtbarer Heilungsprozess durch meine Bereitschaft, den Hinweisen, der Einladung meiner Seele zu folgen.
Wie aus Getrennt Sein Verbunden Sein wurde
Ich lebte inzwischen in meiner zweiten Ehe, als meine Seelenhündin Rita vor fast 10 Jahren bei uns einzog. Ich ahnte damals nicht, wie sehr sie mich dabei unterstützen würde, meinem Trauma noch einmal tiefer auf die Spur zu kommen. Nach erneut auftauchenden Symptomen und verheerenden Komplikationen fiel ich 2013 in ein tiefes Loch. Eine schwere depressive Phase bestimmte mein Leben. Hatte denn das alles doch nichts gebracht, sollte es ewig so weitergehen? … Ich war in der Gedankenschleife gefangen, wertete mich ab. Als Rita einzog, ändertet mein innerer Zustand sich schleichend, aber stetig. Sie, selbst von einer schmerzhaften Behinderung am Bein betroffen, zeigte mir, wofür es sich lohnte, zu leben. Dass nicht alles nur Dunkelheit und Schmerz ist, sondern es so viel Licht und Farben auf dieser Welt gibt – trotz Einschränkungen! Von da an hat mein Leben eine Richtung genommen, von der ich erst viele Jahre später erfuhr, dass dies der Beginn meines eigentlichen Selbstheilungsweges, meine „Initiation“, mein Durchbruch zur Intuition, zum Selbstausdruck, in echtes Erwachsenwerden, in die Übernahme von Selbstverantwortung gewesen ist.
Ich lerne die Anteilsarbeit nach Maja Nowak kennen
Nachdem wir gemeinsam die ersten Schritte in dieses neue Leben gingen wurde ich auf Maja Nowak und ihre Art der Arbeit mit und durch Hunde aufmerksam. Mit ihren Seminaren und der Ausbildung bei ihr, nahm mein Heilungsprozess so richtig Fahrt auf. Ich entschied mich, bei ihr die Ausbildung zur Wegbereiterin (2022/23) zu machen und ging dabei meinen Themen und Verletzungen auf eine Weise auf den Grund, wie es mir bis dahin noch nicht möglich gewesen war. Zwar hatte sich meine innere Stimme, die intuitive, immer mal wieder bei mir gemeldet, doch lernte ich erst mit Maja und im Kontakt zu den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, mir selbst wirklich und wahrhaftig zu vertrauen. Ich durfte durch die innere Arbeit erkennen, wer ich wirklich bin und Anteile befrieden, die meiner Zuwendung bedurften. Die Arbeit von Maja Nowak half mir, einen neuen Blickwinkel auf die Geschehnisse in meinem Leben einzuladen und das Erfahrene neu verhandeln. Denn lange Zeit war es mir einfach nicht möglich gewesen, die mit den frühen Erlebnissen verbundenen Gefühle zu fühlen. Nun hatte ich endlich einen Weg gefunden, Kontakt zu ihnen aufzunehmen!
Jeder Mensch hat in seinem Leben Verletzungen erfahren und möglicherweise heute nicht mehr dienliche Glaubensmuster entwickelt, an denen er aber als erwachsener Mensch arbeiten kann. Für mich fühlt sich das keineswegs mehr anstrengend oder mühselig an. Es ist ein Weg und meine Aufgabe, die mich stets wieder mehr zu mir führt und mir dabei beständig aufzeigt, welche Talente und Begabungen in mir schlummern .
Ich entdecke die Kraft der Aromaöle für mich
Im September 2019 lernten wir durch unsere Hündin Rita unsere heutige Tierphysiotherapeutin kennen. Wir waren damals auf der Suche nach einem Ort, an dem Rita in einem Schwimmbecken trainieren konnte und nebenbei auch um ein paar Pfunde dabei verlieren zu dürfen. So entdeckten wir nicht unweit von unserem Wohnort diese tierphysiotherapeutische Praxis. Rita war damals Fremden gegenüber sehr skeptisch und lies sich von ihnen auch nicht gerne anfassen. Während unseres ersten Gespräches, trug die Physiotherapeutin nach Rücksprache behutsam verschiedene Öle auf das Fell von Rita auf, um die Muskulatur zu entspannen, die aufgrund von Fehlhaltungen und Schmerzen komplett angespannt war. Im Vertrauen lies ich sie gewähren.
Als wir nach der Behandlungsstunde wieder zu Hause waren, lagen sowohl Rita als auch ich auf der Couch – wir waren von dort nicht mehr wegzubewegen. Diesen Zustand kannte ich überhaupt nicht und es fühlte sich großartig an.
Erst ein paar Tage später wurde mir bewusst, dass die Öle nicht nur bei Rita gewirkt haben, sondern durch das Einatmen des Geruches bei mir ebenfalls eine tiefe Entspannung ausgelöst hat. Diese Erkenntnis machte mich äußerst Neugierig und durch weitere Termine und Gespräche mit der Physiotherapeutin habe ich zuerst von einer Firma, die ätherische Öle verkauft, drei Webinare besucht. Immer öfter nutzte ich die Öle z.B. durch die Verwendung eines Diffusors (Raumluftbefeuchter), durch das Auftragen auf die Haut oder auch zur Anwendung bei Rita. Irgendwann wollte ich weiter und tiefer in die Welt der Öle eintauchen. So kam ich zur PhytAro-Heilpflanzenschule zu Dortmund und absolvierte dort eine Weiterbildung als Aromaexpertin. Die Ausbildung richtet sich als Therapieerweiterung an Ärzte und Heilpraktiker, die Interessierte aber nicht ausschließt. Dementsprechend umfangreich und auf therapeutische Zwecke ausgerichtet war die Ausbildung. Es versteht sich von selbst, dass nur Ärzte oder Heilpraktiker ätherische Öle therapeutisch anwenden dürfen. Ich bin weder Ärztin noch Therapeutin, doch darf ich beratend tätig sein. Als gelernte, staatlich anerkannte Altenpflegerin ist es mir ein Anliegen, in Vorträgen über die vielfältigen Möglichkeiten der Anwendung von ätherischen Ölen in der stationären Hospizarbeit und bei der Sterbebegleitung zu Hause zu informieren. (Link)
Ich BIN
Anke, die ohne ihre persönliche Geschichte der Vergangenheit so hier nicht hier stehen würde. Ich bin die, die über sich hinausgewachsen ist, indem ich bereit war und bin, Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen, mich anzunehmen und mir selbst zu vertrauen. Ich durfte das Wunder der Heilung erfahren. Es ist an mir, bewusst zu entscheiden, wie ich mein Leben gestalte. Verbunden Sein entsteht aus mir, in jedem bewusst gelebten Augenblick. Ich fühle mich heute mit allem, wer und was ich bin gut, lebendig, fröhlich. Ich FÜHLE mich! Mehr und mehr. Und das ist wundervoll!
Ich habe erkannt: Es geht im Leben nicht darum, um Liebe oder Anerkennung zu kämpfen, sondern zu bemerken, dass sie längst IN UNS ist. Sofern wir uns trauen, uns auf uns selbst einzulassen und damit wirklich erwachsen zu werden. So mache ich neue Erfahrungen der Fülle und Freude in allen Lebensbereichen. Und eine Ruhe beginnt sich mehr und mehr in mir breit zu machen, die auch anderen guttut. Ich war nie „falsch“ – die Umstände waren es. Die Trennung von mir selbst – in diversen Formen der Anpassung – überlagerte die Verbindung, die schon immer DA war und es immer SEIN wird. Es ist mir ein Anliegen Menschen dabei zu unterstützen, loszulassen, was nicht mehr zu ihnen gehört und die zu werden, die sie im Innersten längst SIND.
Ich bin meiner inneren Führung heute sehr dankbar. Ich weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann. Unser gemeinsamer Weg ist noch lange nicht abgeschlossen.